Fahrradstadt Kiel 1

Es ist ein besonderer Moment, wenn es zum ersten Mal gelingt, die Balance zu halten und leicht, fast schwebend, durch die eigene körperliche Bewegung auf einem Rad zu fahren und der Blickrichtung nachzufolgen. Durch eigene Kraft und Geschicklichkeit werden der Bewegungsraum und damit auch die Handlungsmöglichkeiten erweitert, die Fahrt hinaus kann beginnen.

In der Vorbereitung auf das Sommersemester 2014 wollten wir für das 2. Studiensemester im Studiengang Industriedesign der Muthesius Kunsthochschule unbedingt ein Projekt durchführen, mit dem wir hinausgehen können – in die Stadt oder ans Meer oder in die weitere Umgebung.

So lag das Thema Fahrradstadt Kiel geradezu auf der Hand und es bescherte uns einige Überraschungen. Erst durch den genaueren Blick, der mit Designprojekten einhergeht, wurde deutlich, dass in Kiel schon einiges getan wurde, um das Radfahren in der Stadt komfortabel und sicher zu machen. Wir haben den Kieler Bügel entdeckt, obwohl wir ihn alle bereits kannten. Wir haben die Fahrradstraßen und Velorouten erkundet und die öffentlichen Fahrradpumpen ausprobiert. Wir haben recherchiert, wie andere Städte ihre Infrastrukturen für Fahrradfahrer gestalten und mit der Nutzung von öffentlichen und privaten Verkehrsmitteln verbinden. Wir haben uns mit den verschiedenen Fahrradtypen, mit unterschiedlichen Fahrradnutzern und mit der Nutzung des Fahrrads im Alltag und in der Freizeit beschäftigt. Und wir haben das Kieler Klima und die Topografie der Stadt und ihrer Umgebung in unsere Überlegungen miteinbezogen.

In dieser Auseinandersetzung mit der Realität der Fahrradstadt Kiel entwickelten dann die Studentinnen und Studenten ihre eigenen Entwürfe, von denen ein Teil in der vorliegenden Dokumentation gezeigt werden.

Sommersemester 2014

Das Projekt wurde betreut von Prof. Dr. Bettina Möllring und Dipl.-Des. Meike Beyer. Teilnehmende Studierende waren: Katrin Schäfer, Charlotte Schierning, Jakob Brand, Laura Al-Hadry, Philipp Emmert, Christoph Hommel, David Rieche, Dan Tan, Merle Leuschner und Tobias Gehrke.

14.09.2016 ,

Industriedesign B.A.

Das Bachelor-Studium im Industriedesign beginnt mit den Design-Basics, die an die Prozesse und Methoden des Designentwurfs heranführen und in Projekten, Übungen und Seminaren auf die Studienschwerpunkte Konstruktives Design, methodisches Design und Interface Design vorbereiten.
Gleichzeitig bieten die ersten beiden Semester den Studentinnen und Studenten ein Forum, sich zu orientieren, ihr Talent und ihre individuellen Arbeitsmethoden zu entwickeln und damit ihre Handlungs- und Entscheidungsfähigkeit zu entfalten. Neben dem rationalen und planerischen Vorgehen werden auch experimentelle und explorative Herangehensweisen erprobt.
Der Unterricht gliedert sich in mehrere kurze Übungen und Designprojekte, welche die Entwurfsgrundlagen bilden. Sie werden durch die bildnerischen und räumlichen Grundlagenfächer (Skizzieren und Sachzeichnen, plastisches Gestalten, Farblehre, Typografie und Layout), durch den Unterricht zu den analogen und digitalen Darstellungsmethoden und durch die Lehre der wissenschaftlichen Grundlagen zur Kultur- und Designgeschichte ergänzt.

Fragen?

Prof.in Dr. Bettina Möllring
0431 – 5198-427, moellring@muthesius.de